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Aktuelle Projekte und Aktionen

Auf dieser Seite: Regionales ++ Kommunalpolitik ++ Aktionen im Ostkreis und in GI ++ Debatten ++ Organisierung ++ Links

unter Beteiligung von Gruppen rund um die Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
06401/90328-3, Fax 03212-1434654, saasen@projektwerkstatt.de (Kontaktformular)

Projekte und Aktionen sind das Herzstück der Projektwerkstatt. Dafür sind die Räume und auch das Tagungshaus geschaffen. Neben den politischen Gruppen, Projekten usw., die z.B. für ein Wochenende oder eine Woche im Tagungshaus unterkommen und die Projektarbeitsräume nutzen, laufen rund um das Haus auch ständige Projekte. Vielfach sind es Kooperationen mit teilweise vielen anderen Gruppen regional, überregional und international.
Alle Projekte treten unter ihrem Namen auf, niemand kann sich "Projektwerkstatt" nennen. Dafür sind aber auch alle Projekte in ihren Entscheidungen autonom. Hierarchien lehnen wir ab.

Terminkalender überregional (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)
Weitere Termine für Gießen und die Projektwerkstatt (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)

Regionale Projekte (in und um die Projektwerkstatt, also in Saasen bzw. Ostkreis Gießen/West-Vogelsberg)

Vieles läuft spontan - wer Lust hat, die aktiven Menschen und ihre Ideen kennenzulernen, sollte mal in der Projektwerkstatt vorbeigucken. Zur Zeit sind die Aktivitäten in der Region stark zurückgegangen, da kaum noch Leute aktiv sind.

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) im Ostkreis Gießen/West-Vogelsberg

In Gießen/Marburg gibt es schon eine. In Wetzlar entsteht sie auch gerade ... da mitmachen, ist eine Möglichkeit. Vielleicht sind dann dort genug dabei, um auch im Ostkreis Gießen und West-Vogelsberg eine solidarische Landwirtschaft aufzubauen? Extraseite ...

Fahrzeuge und mehr teilen? Ideen für gemeinsamen Besitz an Infrastruktur
Im Original: Projekte und Netzwerke aufbauen ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Es gibt Ideen sowohl für die Projektwerkstatt in Saasen wie auch für Gießen bzw. die Region insgesamt. Für Gießen diskutieren wir den Aufbau eines Treffpunktes als Mischung aus Aktionsplattform und Veranstaltungsraum. Dort könnte z.B. alle paar Wochen ein Tag mit Kulturprogramm, politischen Vorträgen, Debatten, Ausstellungen usw. stattfinden. Das Ganze soll keine bestimmte Gruppe ansprechen, sondern offen für alle sein und wirken. Die teilweise eher ausgelutschten, in ritualisierten Abläufen agierende Parteien und Politgruppen der Stadt sind keine Zukunftsoption mehr, sollen aber auch nicht ausgegrenzt werden (und schon gar nicht einzelne Interessierte aus ihnen). Es soll Aktionstrainings in Gießen geben, damit endlich wieder eine Runde von Menschen entsteht, die aus der provinziellen Langeweile mehr macht.

Rund um die Projektwerkstatt
Es beginnt eine neue Ära (Anfang 2016). Ein paar neue Leute, ein paar neue Ideen - und dann die Sondersituation mit den Flüchtlingsunterkünften im Dorf. Daraus entstand einie Dynamik, die Köpfe kreisten um neue Ideen. Im Moment ist alles eine unverbindliche und sicherlich unvollständige Vorschlagsliste, welche "Angebote" für Eigenaktivität und Umverteilung in der Projektwerkstatt möglich wären. Wenn es Einzelpersonen oder (sich dann z.B. abwechselnd) kleine Gruppe gibt, die ein solches "Angebot" eröffnen, also z.B. einmal wöchentlich, monatlich oder in einem anderen Takt damit in der Projektwerkstatt machen wollen, so kann es sofort losgehen. Es muss nicht alles zeitgleich und auch gar nicht alles klappen.

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt
Schrauben, Basteln, Flicken … mit den Geräten aus der Projektwerkstatt, gespendeten oder mitgebrachten Materialien. Am eigenen Fahrrad oder Aufbereitung von Schrotträdern für Leute, die bisher noch keinen fahrbaren Untersatz haben. Bei Interesse auch Bau besonderer Gefährte – vom Tandem über Lastenräder bis zu Fahrradhängern.

Weitere Schrauber- und Bastlerwerkstätten/Repair-Cafés
Was für Fahrräder gilt, geht auch mit Computern oder anderen Geräten, für Holz- oder Metallarbeiten: Treffpunkte für Bastler in eingerichteten Räumen mit Unterstützung von Leuten, die sich drum kümmern und Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Kino und Kultur
Wie wäre es mit ein unregelmäßigen Nachmittagen/Abenden mit Lesungen, Musik, Kabarett und Filmen? Das wäre auch gut verbindbar mit anderen Angeboten (Cafe, Umsonstverteilung/Flohmarkt…). Auch Spiele- und Akrobatikabende, Schreibwerkstätten und mehr wären denkbar. Um den anti-kommerziellen Charakter der Projektwerkstatt zu unterstreichen, wäre eine Idee, ausschließlich Creative-Commons-Texte, -Filme und freie Musik zu bieten.

Offenes Café
Offen einladen als Treffpunkt – mit leckerem Essen, Trinken und Möglichkeit zum Gespräch, Kennenlernen des Hauses (bei Interesse mit Führungen), vielleicht auch mal der einen oder anderen Besonderheit (Saftpressen, Kochen, Backen …). Gut verbindbar mit anderen Angeboten.

Bibliotheken
Ein Herzstück des Hauses sind die riesigen Bibliotheken: Bücher, Flyer-, Broschüren- und Zeitschriftensammlungen, Filme, Spiele, Musik und vieles mehr. Dafür sind nicht nur Menschen gesucht, die Lust haben, einen Bereich (z.B. ein Thema oder die Filmecke oder oder …) zu betreuen, sondern die wunderschönen Räume sind für begleitende Aktivitäten aller Art geeignet. ++ Die Bibliothek trägt einen Kunstnamen: www.projektwerkstatt.de/kabrack

SoLaWi & Co.

Im Raum Gießen/Marburg sowie in Wetzlar gibt es sie schon: Höfe, die bedürfnisorientiert eine feste Runde von (z.B. 100) Menschen versorgen. Markt und Konkurrenz sind Vergangenheit – die Beteiligten agieren solidarisch zusammen. So eine Runde soll auch im Ostkreis Gießen/West-Vogelsberg entstehen. Höfe gibt es, die mitmachen würde. Wer aber startet die Initiative zu einem wachsenden Kreis von Menschen, die versorgt werden? ++ Infoseite: www.projektwerkstatt.de/region

Lebensmittel-Verteilpunkt
Ob innerhalb des Netzwerkes der Lebensmittelretter_innen (auch wenn die insgesamt etwas unpolitisch und die bundesweiten Aushängepersonen z.T. ziemlich merkwürdig sind) oder als etwas Eigenes- wie wäre es, mit den Supermärkten im Ost- und Nordkreis (Lumda-/Wiesecktal und Vogelsbergrand) zu sprechen, eben mit den Marktbeschicker_innen in Grünberg und eventuell weiteren – und dann in der Projekwerkstatt einen oder mehrere regelmäßige Verteiltage zu machen? Gut verbindbar wäre das mit Umsonstladen-Öffnungszeit und offenem Cafe/Küche für alle.

Umsonstladen
Bis Gießen ist es eine lange Anfahrt – wie wäre es mit einem Umsonstladen in der Projektwerkstatt? Der könnte z.B. einmal pro Woche offen haben und (teilweise?) zwischendurch auch so erreichbar sein (eine Idee sind klarsichtige Vitrinen im Zugangsbereich zum Hof). Ergänzend kann ein schwarzes Brett das Verschenken von größeren Teilen (Schränke, Küchenmaschinen, Fahrräder …) vermitteln. Wer hat Lust, so etwas einzurichten, Öffnungszeiten zu organisieren und dann da den Laden zu betreuen?

Flohmärkte
Um mehr Menschen zu gewinnen für die Idee, brauchbare Sachen weiterzugeben, könnte es ab und zu auch einen Flohmarkt geben – vielleicht auch zeitgleich mit einigen der Öffnungszeiten des Umsonstladens (z.B. U-Laden 1x pro Woche, Flohmarkt monatlich dabei). Könnte also auch zu einem Projekt verschmelzen.

Trainings und Kurse
Die Projektwerkstatt darf gerne ein Ort sein, wo Menschen ihr Wissen weitergeben – egal ob Kochkurse, Akrobatik, Musikinstrumente lernen, Nähen, Jonglieren, Klettern, Computer- oder Werkzeuggebrauch … Wer hat Lust, Kurse anzubieten?

Bunt-Fahrräder und Nutzer_innengemeinschaften (NutziGems)

Der Vorschlag ist alt, hat aber durch die Flüchtlingsunterkünfte nochmal neuen Anstoß bekommen: Statt dass alle immer alles selbst haben müssen (Eigentum erhöht den Bedarf an Ressourcen, damit an Geld, Arbeitszeit und Umweltbelastung), können Pools zur gemeinsamen Nutzung entstehen. Zum Beispiel: Ein Bestand bunter Fahrräder an einem Ort mitten in Saasen - zugänglich für alle. Eine Werkstatt mit guter Ausstattung - zugänglich für alle. Bibliotheken, Spielesammlungen und mehr - immer zugänglich für alle. Damit nicht immer alle alles für sich besorgen und horten müssen ...
Veranstaltungen in und um Saasen

Vorträge, Filmabende, Lesungen ... in Kulturkneipen der Umgebung, in politischen und Kulturzentren von Gießen und/oder in der Projektwerkstatt könnten Menschen mit Themen in Kontakt bringen und auch für Aktionen gewinnen.

Selbstorganisierung im Alltag

In der Projektwerkstatt sowie in kooperativem Austausch mit einigen anderen Projekten in der Region versuchen wir, uns möglichst stark jenseits des Marktes zu bewegen. Einzelne konkrete Projekte sind:

Zu all diesen Aktivitäten gibt es eine detailliertere Internetseite www.alltagsalternativen.tk.

Die Projektwerkstatt selbst

Eines der wichtigsten Projekte ist das Haus selbst - und zwar in ganz verschiedenen Formen. Hier gehts es ständig um ...

Kommunalpolitik

Auch wenn die Projektwerkstatt gar nicht selbst agiert, sondern ein Ort ist, wo alle, die das wollen (durchaus schlau ...), ihre Ideen und Projekte umsetzen, entwickelt sich doch aus der Idee eines FreiRaumes und des selbstorganisierten, herrschafts- und verwertungskritischen Grundansatzes sowie aus den Aktivitäten von Projektgruppen immer wieder auch eine Wirkung im direkten Umfeld. Mitte der 90er Jahre war die politische WG der Projektwerkstatt zusammen mit vielen weiteren ständig kommunalpolitisch aktiv - Proteste gegen Umweltzerstörung, Abschiebungen usw., lokale und regionale Zeitungsprojekte, Food-Coops und mehr. Nach dem Auszug der letzten WGlerInnen 1997 war es deutlich ruhiger geworden. Doch seit Sommer 2002 lebt die Projektwerkstatt wieder richtig auf - und es ist durchaus noch Platz für weitere Menschen, die bei Aktionen, in Projekten oder auch als Mitlebende im Haus den Flair von Utopie und Widerständigkeit hautnah mitgestalten wollen ... Ganz kurz folgt hier eine Übersicht, was noch geblieben ist oder neu entstand:

Es gibt seit Frühjahr 2003 es ein linkes Internet-Forum für Mittelhessen. Der Sinn dieses Forums ist es der radikalen Linken in Mittelhessen eine Möglichkeit zu bieten über die Grenzen von Szenen, Organisationen uns politischen Strömungen hinweg diskutieren zu können. Des Weiteren soll das Forum ein Beitrag zur Vernetzung der Linken vor Ort leisten.
Es ist klar das so ein Forum die reale Diskussionen nicht ersetzen kann, es ist eher ein Angebot unverkrampfter an die Sache heranzugehen. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, das dieses Angebot auch angenommen wird.

Geplante Projekte in der Projektwerkstatt

Neue Filme

Direct Action - der Film
Als ein neues Filmprojekt, also einen längeren Doku-Film, besteht die Idee, in einer Art filmischen Feuerwerk mit Erläuterungen die Idee kreativer Widerstandsmethoden (also die gesamte Bandbreite) darzuzustellen. Dafür bräuchte es der Sammlung von Filmschnipseln zu verschiedenen Aktionsmethoden, des Schreibens von Erläuterungstexten und weiterer Stilmittel wie kurzer Interviews mit Leuten, die etwas gemacht haben usw. Es geht also nicht nur um Filmschnitt, sondern auch um Recherche usw.

Neue Bücher
 Bücher, DVDs aus der Projektwerkstatt (Auswahl):
Zeitungsprojekte & Co.

Gegenöffentlichkeit hilft, Menschen zu erreichen. Im Moment sind Projektwerkstatts-Aktiven nur an überregionalen Zeitungen beteiligt. Es gab früher aber auch regionale Zeitungen ... ganz früher eine richtige Zeitschrift (erst "Der Specht", dann "Widerhaken"). Später gab es kleine Infozeitungen:

Aktionen und Projekte in Gießen

Der Aktionsraum

In Gießen gibt es einen offenen kreativ-politischen Treffpunkt: Den Aktions- und Kleinkunstraum im Antiquariat Guthschrift - direkt an der Fußgänger_innenzone und nahe beim Bahnhof (Bahnhofstr. 26 in Gießen ist dann auch die Adresse). Kommt vorbei - immer offen während der Öffnungszeiten vom Antiquariat Guthschrift, bei Veranstaltungen und nach Absprache. Kommt einfach ins Antiquariat - und alles weitere lässt sich dort besprechen. Termine und Infos verbreitet der "Gießener Landbote" online und als Printausgabe (Auslage an vielen Orten in und um Gießen, u.a. im Antiquariat Guthschrift). Eine Liste dessen, was im Raum gerade gebraucht wird, hängt dort aus und steht im Internet.

Extra-Seiten zu weiteren Aktionen

Die großen Themen und Diskussionen in und aus der Projektwerkstatt

Die "Villa Kunterbunt des kreativen Widerstands" ist nicht nur eine Erfinderwerkstatt bunter Aktionsformen, subversiver Rechtsanwendung und kunstvoll geformter Kampagnen, sondern auch ein Ort des (Er-)Denkens. Hier wird an politischen Theorien ebenso geschraubt wie an Methoden zum praktischen Hierarchieabbau und zum Überleben ohne materielle Abhängigkeiten.

Hier sollen einige besonders prägnante und über viele Jahre intensiv geführte Diskussionen benannt werden. Neben Vorträgen und Seminaren sind einige Buchveröffentlichungen, viele Zeitschriftenartikel und Internetseiten das Ergebnis. Da die Projektwerkstatt kein Label, sondern nur der Ort der Debatte und Dokumentation ist, sickern auch die Ideen und Theorien in politische Bewegung und theoretische Debatten unauffällig ein. Viele Impulse haben aber das, was an politischem Engagment und heutigen Kampagnen sehr unterschiedlicher Gruppen läuft, stark beeinflusst. Das soll auch so bleiben: Wir wollen praktisch verändern, das Denken und die Analyse schärfen, Handwerkzeug zu Emanzipation und zum Widerstand liefern - aber wir sind und haben kein Label. Wir müssen kein Geld mit unseren Aktivitäten verdienen und sammeln keine Ehrungen, schon gar nicht von denen, deren Ämter und Stellungen wir bekämpfen.

Freie Menschen in Freien Vereinbarungen - die Theorie der Herrschaftsfreiheit

Alle Modelle einer guten Führung scheitern an diesem Punkt: Wenn einige Menschen bessere Durchsetzungsmöglichkeiten haben als andere, werden sie eher geneigt sein, diese auch einzusetzen. Das heißt: Die Existenz von Herrschaft ist selbst der Grund für die Anwendung derselben. Kontrolle nützt da wenig, denn kontrollierbar ist höchstens konkretes Abstimmungsverhalten, nicht aber der privilegierte Zugang zu Ressourcen, Informationsweitergabe oder -veränderung, informelle Absprachen usw.
Die einzige Chance ist die Abwesenheit von Herrschaft. Dann ist die Chance am größten, dass Menschen miteinander kooperieren, weil sie den größten Nutzen und das geringste Risiko haben. Es gibt keine Garantie, aber es geht bei der Debatte um Utopien auch nicht um die Suche nach dem Paradies. Wichtiger ist, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, die am stärksten zur Kooperation drängen und am wenigsten zur Konkurrenz.

Umweltschutz von unten

Machtförmige Verhältnisse sind sowohl Voraussetzung als auch das Mittel rücksichtsloser Aneignung von Rohstoffen, Land und allen anderen Lebensgrundlagen. Denn Natur und Mensch sind die Faktoren, die zum Zwecke von Herrschaftsausbau und -sicherung sowie ständigem Profit ausgebeutet werden. Profitraten steigen, wenn Mensch und/oder Natur intensiver, d.h. pro Vorgang billiger genutzt werden können. Hinzu kommt, dass diejenigen, die die Herrschaftspositionen innehaben, definieren können, wer welche Folgen zu tragen hat. Das gilt für Gewinne und Kapitalanhäufung ebenso wie für Folgeschäden, Krankheiten, Armut und Vertreibung. Nur ein Abbau von Herrschaft kann auch den Schutz der Umwelt langfristig garantieren.

Kritik an Knast, Zwangspsychiatrie und Strafe

Einsperren und Strafen verschlimmern das, vor was sie zu schützen vorgeben. Das ist kein Geheimwissen, das wissen selbst die Betreiber*innen von Knästen und Zwangspsychiatrien. Sie verfolgen andere Interessen damit und geben das mitunter sogar zu: Sie wollen, dass die von ihnen vorgegebene Ordnung akzeptiert wird. Dafür schüchtern sie ein - mit Waffen, Peitschen, Strafarbeiten, Mauern und Gittern. Ihr Ziel: Keine Abweichung. Ihr Feindbild: Eigensinnige, kreative Menschen. Mehrfach haben Betreiber von (Psycho-)Knästen schon zugegeben: Sie würden selbst Pippi Langstrumpf einsperren!

Kritik an vereinfachten Welterklärungen

"Monsanto ist schuld ... Nein, die Bilderberger ... Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt ... Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien ... Europa wird immer mehr amerikanisiert ... Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist ... oder gar nicht existiert ... zumindest sollen die vielen Flüchtlinge Deutschland kaputt machen, das ist alles geplant ..."
So oder ähnlich erklären Reichsbürger, Chemtrailsgläubige, AfD, USA- und Israelhasser die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung. Mit plumpen Feindbilder und verkürzten Ursache-Wirkungsketten stacheln viele zum Hass gegen unerwünschte Bevölkerungsgruppen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, welche Folgen das haben kann.

Widerstand und Direct-Action

Das ist fraglos eine besondere Spezialität aus dem Haus in Saasen. Gruppen rund um die Projektwerkstatt beteiligen sind an direkten Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit gegen Herrschaft, Kapitalismus, Weltwirtschaft usw. Wir verstehen uns dabei immer als Teil politischer Bewegung - Inseldasein ist sinnlos. Wir streiten aber für eine "Bewegung von unten" ohne zentrale Strukturen, getragen von unabhängigen, selbstorganisierten Basisgruppen.
Beispiele für direkte Aktionen aus den ersten 10 Jahren der Projektwerkstatt:

Danach ging es weiter mit der starken und am Ende erfolgreichen Kampagne gegen die Agrogentechnik (siehe Rückschau in der Ton-Bilder-Schau "Die Mischung macht's!" und dem Film "Aufstieg und Fall einer Patentlösung"), gegen Pläne zur inneren Sicherheit und Vertreibung in Gießen, für den Aufbau solidarischer Landwirtschaften, offener Aktionsplattformen an vielen Orten, spektakulären Aktionen gegen Braunkohleabbau und -verstromung, gegen Gefängnisse und Zwangspsychiatrien, für Nulltarif in Bussen und Bahnen und viele viele Ideen mehr.

Angebote für Workshops und Trainings

Widerstand organisieren! Bewegung von unten aufbauen!

In dieser Vernetzung mit ganz verschiedenen Gruppen und AkteurInnen bundesweit geht es um die Diskussion politischer Strategien und Positionen über Themen- und Verbandsgrenzen hinweg. Das ganze segelt unter dem Namen Hoppetosse - Netzwerk für kreativen Widerstand ohne konkrete Form durch die Bewegung ... Beispiele für Aktivitäten sind die Initiative eines Direct-Action-Netzwerkes, die Öffentlichkeitsarbeit für emanzipatorischere Visionen, die Diskussion um eine Praxis von Gender und Antisexismus in politischen Gruppen, die Überwindung der Lähmung politischer Aktionsfähigkeit im allgemeinen sowie durch hierarchische Gruppenstrukturen, zerredende Plena (Entscheidungsfindung von unten) usw. im besonderen.

Konkrete Projekte:

Und vieles mehr ...